Scheinpolizisten verschaffen sich Zutritt zu Wohnung einer Seniorin und ziehen unverrichteter Dinge ab
Gefährliche Masche an der Haustür: Scheinpolizisten verschaffen sich Zutritt
Hildesheim — Unter dem Vorwand, Polizeibeamte zu sein, gelangten zwei bislang unbekannte Männer am Vormittag des 7. März in die Wohnung einer älteren Frau in der Nordstadt. Nach kurzer Zeit verließen die Besucher die Wohnung wieder. Nach derzeitiger Lage der Ermittlungen fehlt ein Diebstahl; die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf versuchten Diebstahl und warnt eindringlich vor solchen Methoden.
Den Angaben zufolge klingelten die beiden Männer gegen 11:00 Uhr an der Tür der Seniorin und stellten sich als Polizisten vor. Sie zeigten offenbar einen Ausweis und erklärten, es habe in der Nachbarschaft Straftaten gegeben und man müsse nun Vermögenswerte überprüfen. Im Gespräch gab die Frau an, dass sie weder größere Bargeldsummen noch Schmuck vorrätig habe. Die Unbekannten verließen die Wohnung nach kurzer Zeit wieder. Die Bewohnerin informierte anschließend Angehörige, die die Polizei verständigten.
Beschreibung der Verdächtigen
- Tatverdächtiger 1: etwa 160 cm groß, kräftige Gestalt, 50 bis 55 Jahre alt, kurze Haare, helle Hose
- Tatverdächtiger 2: etwa 170 cm groß, kräftige Gestalt, circa 40 Jahre alt, kurze Haare, dunkle Jacke und dunkle Hose
Beide Männer sollen Hochdeutsch gesprochen haben. Die Polizei bittet Zeugen, denen die Männer insbesondere im Bereich Ludolfingerstraße, Peiner Straße oder Sachsenring aufgefallen sind, um Hinweise. Betroffene sollen sich direkt an die zuständige Dienststelle wenden.
So schützen sich Menschen vor der Masche
Die Polizei weist darauf hin, dass echte Ermittlerinnen und Ermittler Nachbarn befragen können, um Hinweise zu Straftaten zu sammeln. Allerdings dient eine solche Befragung der Tataufklärung und nicht der Sicherung von Vermögenswerten. Wer unsicher ist, sollte die Echtheit von Personen, die sich als Beamtinnen oder Beamte ausgeben, kritisch prüfen und im Zweifel die Polizei kontaktieren.
Die Ermittlungen laufen. Die Polizei dankt für Hinweise aus der Bevölkerung und betont noch einmal: Misstrauen ist in solchen Fällen ein sinnvoller Schutz.